Ausgabe #8 - 4/2025

„Unsere Arbeit ist unsichtbar, aber sie macht den Unterschied sichtbar“

Name: Monja Zimmermeyer
Titel: Teamleiterin Druckvorstufe
Leidenschaft: Fotografie, Wandern
Alter: 53
Bei KATZ seit: Januar 2024

 

Der Raum ist still, nur das leise Klicken der Maus und das rhythmische Tippen auf der Tastatur sind zu hören. Auf dem Bildschirm erscheinen komplexe Layouts – Linien, Schriften, Logos, die sich zu einem perfekten Ganzen fügen müssen. Willkommen in der Druckvorstufe, die von Monja Zimmermeyer geleitet wird. Hier ist Konzentration spürbar – das vier-köpfige Team prüft Daten, korrigiert Layouts, denkt voraus. Für Monja Zimmermeyer ist die Druckvorstufe in Willstätt nicht nur ein Arbeitsschritt, sondern die Bühne, auf der aus Ideen greifbare Realität wird. Es ist der unsichtbare Teil des Prozesses, der alles möglich macht: bevor der Untersetzer das Licht der Welt erblickt. Wir haben mit Monja Zimmermeyer gesprochen – über die Bedeutung von Präzision und wie KATZ gemeinsam mit Kunden hervorragende Ergebnisse erzielt.

Wie war Ihr Berufsweg, bevor Sie zu KATZ gekommen sind? In welcher Position sind Sie bei KATZ eingestiegen?

Ich habe eine Ausbildung zur Druckformherstellerin bei einem Zeitungsverlag gemacht. Das ist vergleichbar mit der heutigen Ausbildung zur Mediengestalterin. Anfang der 2000er habe ich noch eine Weiterbildung zur Informationsdesignerin und Ausbilderin absolviert, bin aber immer in der Druckbranche geblieben, zuletzt bei einem Verpackungshersteller. Bei KATZ bin ich Anfang 2024 als Mediengestalterin eingestiegen und habe erst kürzlich die Teamleitung der Druckvorstufe übernommen.

Was sind die Aufgaben der Druckvorstufe?

Die Druckvorstufe ist die Schnittstelle zwischen dem Kunden beziehungsweise deren Agentur, die das Design erstellt und der Produktion bei uns im Haus. Wir stehen eng mit dem Vertrieb in Kontakt, der das Sprachrohr zum Kunden ist. Wir prüfen und bearbeiten Druckdaten, stellen sicher, dass Farben und Formate passen, und bereiten alles für den Druck vor. Dazu gehören Datenprüfung, Bildbearbeitung, Farbmanagement, Erstellung von Druckformen und die Bereitstellung der Druckplatten für die Druckmaschinen.

Was gefällt Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten?

Ich liebe es, ein Produkt zu erschaffen, das man später in der Hand hält – bei meinem früheren Arbeitgeber waren das die Verpackungen, heute sind es Bierdeckel. Es ist ein großartiges Gefühl, im Restaurant zu sitzen und einen Untersetzer zu sehen, den wir produziert haben.

Welche Schritte sind nötig, bevor ein Design auf einen Untersetzer gedruckt werden kann?

Zuerst prüfen wir die Daten auf Vollständigkeit und Druckbarkeit, nehmen gegebenenfalls Korrekturen vor und erstellen Freigabe-PDFs für den Kunden. Nach der Freigabe bauen wir die Druckform auf und erstellen die Druckplatten. Bei einfachen Aufträgen kann das innerhalb von ein oder zwei Tagen passieren. Bei komplexeren Projekten mit Sonderfarben oder Veredelungen kann es auch mal länger dauern und mehr Abstimmung mit dem Kunden erfordern.

Wie stellt die Druckvorstufe sicher, dass jedes Design optimal umgesetzt wird?

Die Druckvorstufe ist ein Bereich, in dem Präzision entscheidend ist. Wir arbeiten oft mit engen Zeitfenstern und stellen dennoch sicher, dass jedes Detail stimmt. Damit die Qualität schon beim Druckdateneingang stimmt, unterstützen wir unsere Kunden aktiv bei Fragen zur Datenanlieferung und geben Tipps, wie Designs optimal vorbereitet werden können.

Um die Qualität vom Entwurf bis zum Druck konstant zu halten, setzen wir auf kalibrierte Monitore, farbverbindliche Proofs und einheitliche Arbeitsabläufe. So kann jeder im Team nahtlos und effizient übernehmen. Gerne bieten wir zusätzlich Andrucke oder Druckabnahmen an – für maximale Sicherheit und perfekte Ergebnisse.

Mein Tipp: Am besten vorab mit uns sprechen und unser Datenblatt nutzen – dort stehen alle wichtigen Anforderungen. Offene Kommunikation hilft, Erwartungen klar zu platzieren und Missverständnisse zu vermeiden.